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| KANU CLUB JEßNITZ/ANHALT e.V. |
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Unser Verein Seit nun mehr fast 85 Jahre steht der Kanu
Club
Jessnitz/ Anhalt e.V. für den Wassersport an
der Mulde. Zur Zeit hat
der Verein 125 Mitglieder, davon 55 Kinder und Jugendliche. Zusätzlich zu den sportlichen Aktivitäten
finden iedes Jahr zahlreiche
Veranstaltungen für Jung und Alt statt, zu denen Jedermann
herzlich eingeladen ist. Unter der Rubrik Termine kann man sich alle Veranstaltungen
des Jahres
anschauen und auch herunterladen. Jeder kann Mitglied werden, der sich für Sport
interessiert und am
Vereinsleben teilnehmen möchte. Infos zur
Mitgliedschaft gibt es unter
der E-mail Adresse info@kc-jessnitz.de
. in Kürze kann man hier direkt einen Mitgliedsantrag
herunterladen! Seit dem 01.04.2005 gilt folgende Beitragsordnung: Beschlussfassung am 26.02.2005 zur Jahreshauptversammlung: Kinder - 5,-€; Lehrlinge/Bundeswehr/Student - 6,-€;
Erwachsene - 8,-€; Rentner - 5,- € Familienbeitrag Rentner - 5,50 €,
Berufstätige Familie (Mann/Frau) - 9,- €, Familie mit
Kind
11,50 €, jedes weitere Kind 1,50 €, Arbeitslose bei
Vorlage einer Bestätigung -
Hälfte vom Beitrag, bei Härtefällen
entscheidet der Vorstand.
Auch
Überweisungen
sind möglich: Konto.-Nr.: 32 300 354, BLZ: 800 537 22, Kreissparkasse
Bitterfeld Das
Bootshaus und die Entwicklung des Wassersports
in Jeßnitz. Der damals noch Ruder-Club e.V. wurde 1922 gegründet.
Das Grundstück an der
Mulde an der Straße nach Roßdorf, galt damals als
Unland, da es schon bei einem
höherem Wasserstand der Mulde überschwemmt wurde. Man errichtete nahe der höher gelegenen
Straße auf einer breiten, Grundmauer
mit 32 Stützpfeilern, einen Fachwerkbau für die
Unterbringung der anfangs 6
Ruderboote. An der Bootshalle befand sich ein Clubraum mit
Kleinküche, sowie
Umkleideräume mit Spinten fur Damen und Herren, ein WC und ein
Abstellraum. Im
Jahr 1926 fand die Einweihung des Bootshauses statt. Die Paddler, mit ihren anfangs selbst gebauten Holzbooten und
späteren
Faltbooten, waren in Arbeitervereinen organisiert. Diese Vereine wurde
1933
verboten und die Boote beschlagnahmt. Nach knapp einem Jahr wurden die
Boote
unter der Bedingung freigegeben,dass sich die Wassersportler dem
„Reichsbund
für Leibesübungen" (nationalsozialistischer
Sportbund) anschließen würden.
Beide Bereiche Ruderer und Paddler fanden in einem neu errichteten
Anbau Platz.
In den letzten Jahren des Krieges wurden die Räumlichkeiten
anderweitig
genutzt. Eine in Dessau ausgebombte Firma für
Kücheneinrichtungen ,Geschirr und
Gerätschaften zog in das Bootshaus. Als am 20. April 1945 die
Soldaten der
Amerikaner die Stadt Jeßnitz besetzten und die
Brücken zerstört waren, wurde
das Bootshaus mit seinem brauchbaren Inhalt geplündert. Das
Warenlager
verschwand, Fenster, Türen, Mobilar und sogar die elektrischen
Kabel wurden aus
den Wänden gerissen.Als die russische Armee anrückte
bildete die Mulde die
vorläufige Grenze. Der gewaltige Flüchtlingsstrom von
Ost nach West und auch
umgekehrt, brachte es mit sich, dass die vorhandenen Boote zum
überqueren der
Mulde benutzt wurden. Fast alle Faltboote wurden zerstört oder
beschädigt. Die
Amerikaner zogen sich in ihre zugeteilte Zone im aufgeteilten
Deutschland
zurück. Der
Wiederaufbau begann. Eine Gruppe von Männern und Frauen, waren
bereit, ihre alte Sportstätte, in der sie bereits viele
schöne Stunden verlebt hatten,
wieder aufzubauen. Am schlimmsten baufällig war die Ecke vom
Paddelschuppen, wo
sich beim Herausreißen des
Tores das Fachwerk verschoben hatte. Selbst das Dach war an
dieser Ecke
beschädigt worden, so dass die Ecke und die halbe Mauerfront
abgerissen und
wieder auf dem Fundament aufgebaut wurde. Die einzelnen Sportgruppen der Stadt wurden dann
zusammengefasst und als
Betriebs-Sportgemeinschaft "Traktor Jeßnitz" der
Landwirtschaftlichen
Maschinen-Ausleihstation unterstellt. In der sportlichen Entwicklung
hatte sich
interessen-und bootsbedingt, zwei Gruppen gebildet: Wanderfahrer und
Rennfahrer. Nicht nur die Urlaubsfahrten der Wasserwanderer auf allen
Flüssen
und Seen der DDR, sondern auch der Besuch der Regatten erst im Bezirk,
später
dann in der ganzen DDR machte die Kanuten aus Jeßnitz
bekannt, zumal die
Rennfahrer auch bei den größeren Regatten in
Dresden, Magdeburg, Rostock oder
Berlin immer an der Spitze zu finden waren. Aufgrund der
äußert schwierigen
finanziellen Lage beschloss die BSG-Leitung sich dem
Großbetrieb "Agfa
Wolfen" anzuschließen. Als 1955 das 25-Jahrige Bestehen des Paddelsports in
Jeßnitz begangen wurde,
war auch der Präsident des Kanusports aus Berlin bei uns zu
Gast. Der
Mitgliederstand hatte einen Höhepunkt von 184 Mitgliedern
erreicht, wobei die
Kinder unter 14 Jahren nicht migezählt wurden, dies waren noch
einmal ca. 30 –
40 Vereinsmitglieder. Die Zuwendungen der Filmfabrik "Agfa Wolfen“
betrugen im Jahr zwischen
30 - 50 Tausend Mark. Diese großzügige
Unterstützung war durch den großen
Erfolg der Jeßnitzer Rennkanuten mit mehreren DDR- Meistern
möglich geworden.
Dagegen entwickelte sich der Wasserwandersport
rückwärts, nicht nur durch die
zunehmende Wasserverschmutzung der Mulde sondern auch die wechselnde
Interessen
der Vereinsmitglider waren die Ursache dafür. Auch eine Namensänderung fand statt: BSG Chemie
Jeßnitz, Sektion Kanu. Die
leistungsstarken Rennkanuten erreichten, daß 1970
Jeßnitz im Bezirksverband als
ein Leistungszentrum anerkannt wurde. Durch Vergünstigungen
und Bereitstellung
vieler Mittel, auch baulicheVerbesserungen, wie Heizung,
Warmwasserduschen und
Vergrößerung des Grundstücks und nicht
zuletzt durch große Veranstaltungen
entwickelte sich die Sektion Kanu wieder zu ihrer ehemaligen
Größe und
Leistungen. Die vielen neuen Rennboote hatten kaum noch Platz und es
mußte ein
großer Um- und Neubau vollzogen werden. Dieser konnte im
Jahre 1980
durchgeführt werden. Die Großveranstaltungen haben
inzwischen die Größe eines Volksfestes
mit manchmal bis zu 1000 Gästen, Sportfreunden und Einwohnern. |